Geschichte

Ursprünge und Gründe der BAO

Am 3. September 2003 trafen sich Vertreter von VPT und DROM (jetzt bvo) in der Geschäftsstelle des VPT in München, um die Rechtssituation der Osteopathie zu erörtern.

Dr. Boxberg trug die Grundlagen einer geänderten Rechtsprechung vor, wonach entschieden wurde, dass auch bundesweite Organisationen in Gleichwertigkeit mit staatlichen Regelungen Ausbildungen festlegen, durchführen, überwachen und mit Abschlussprüfungen und der Vergabe von Urkunden beschließen dürfen. Alle Osteopathie-Schulen und Osteopathie-Organisationen sollten für dieses gemeinsame Ziel an einen Tisch eingeladen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es völlig unterschiedliche Ausbildungskonzepte.

Am 20.01.2004 einigte man sich, Eckpunkte für ein gemeinsames Osteopathie Konzept zu erarbeiten. Drei Monate später, ebenfalls in Frankfurt, kam der Gedanke der Gründung einer Dachorganisation auf. Am 22.09.2004 wurde die BAO gegründet. Im Anschluss daran fand die Gründungsversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e.V. statt. 

In den ersten Jahren wurde ein "juristischer Weg" verfolgt, bei dem über einen Musterprozess die Anerkennung der von der BAO beurkundeten Absolventen als Osteopath* BAO durchgesetzt werden sollte.

Durch das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 08.12.2008 wurde klar, dass der eingeschlagene "juristische Weg" nicht den gewünschten Erfolg bringen kann. Das Gericht hat festgestellt, dass Osteopathie zur Heilkunde zählt und somit in Deutschland nur von Ärzten oder Heilpraktikern ausgeübt werden darf. Das Urteil aus NRW hat den Weg der BAO verändert. Unter diesen Gegebenheiten erschien der zweite Weg einer Akademisierung wieder sinnvoll.

Von 2010 bis 2012 war die BAO Kooperationspartner der Steinbeis Hochschule Berlin (SHB). Mit einem B.Sc. und späteren M.Sc. Studiengang für "Manual Medicine & Osteopthy" (MMO) versuchte man, über die Akademisierung zu einer Anerkennung der Osteopathie zu gelangen. Wunschdenken blieb, dass das abgeschlossene Studium an der SHB auch den Erstkontakt beinhaltet.

Einige BAO Mitgliedsschulen bieten ebenfalls Studiengänge der Osteopathie mit anderen Universitäten (DIU) oder Fachhochschulen (Fresenius) an.

Seit 2012 ist die BAO Mitglied in der Konsensgruppe Osteopathie Deutschland zusammen mit AFO, DVOM, ROD und VOD.

26.01.2016

* Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird ausschließlich das generische Maskulinum, z.B. Osteopath, verwendet. Es bezieht sich sowohl auf weibliche als auch auf männliche Personen.