Fortbildungen

BAO Schulen bieten ein vielfältiges Weiterbildungsangebot

Alle Inhaber der Urkunde Osteopath/in BAO haben für den Eintrag auf der BAO Therapeutenliste seit 2014 Fortbildungen im osteopathischen Bereich vorzulegen. Es sind dies 100 Punkte in drei Jahren, maximal 10 Punkte pro Tag. Die Fortbildungsnachweise sind der Geschäftsstelle digital, per Fax oder per Post einzureichen. 

Termine & Veranstaltungen

Osteopathie und das Atopische Syndrom bei Kindern und Erwachsenen

08.12.2022 bis 10.12.2022

Meistens zeigt sich das atopische Syndrom bereits im Säuglingsalter. Die Fälle haben trotz verbesserter Hygiene und besserer Lebensmittel stark zugenommen. Im Vergleich zur Mitte des 20. Jahrhunderts ist heute von einem vier- bis sechsmal häufigeren Auftreten auszugehen. Stadtkinder aus sozial gehobeneren Schichten scheinen dabei häufiger betroffen zu sein. Das atopische Syndrom ist in Industriestaaten eine verbreitete Krankheit. 5-20 % der Kinder und 1-3 % der Erwachsenen sind betroffen. In Deutschland erkranken bis zur Einschulung 8-16 % aller Kinder am atopischen Ekzem. Bei etwa 60 % der Betroffenen tritt die Erkrankung im ersten Lebensjahr auf, bei 90 % bis zum fünften Lebensjahr.
Obwohl es also ein eher kinderorientiertes Thema ist, wollen wir uns in diesem Kurs auch mit der Therapie und Herangehensweise bei Erwachsenen beschäftigen. Kursthemen sind:
Symptomatologie und Pathophysiologie – Ursachen und provokative Faktoren. Immunitätsstörungen. Strukturelle Dysbalancen. Psycho-vegetative Faktoren. Chronische mesenchymale Belastungen. Neuroinflammation usw. Osteopathie – Wie bringen wir das Kind/den Erwachsenen aus der atopischen Starre? Behandlung vom immuno-lymphatischen System. Thymotherapie. Senkung der Neuroinflammation. Strukturelle Reorganisierung usw.

Dozent:Philip van Caille, D.O. B.Sc.
Ort:Münster
Veranstalter:DAOM e. V.
Anmeldung:http://www.daom.de/kurstermine/osteopathie-kursplan-2022/master-und-update-kurse-anatomie-reihe/

Balance - Grundgesetz und Vollendung der Bewegung (Teil 1)

03.02.2023 bis 05.02.2023

Der Mensch bewegt sich multidimensional und adaptiert ständig unterschiedlichste Kräfte – er balanciert sich aus. In diesem Sinne sind alle funktionellen Prozesse des Menschen als Bewegungs- und Balancierungs-prozesse zu verstehen: Biomechanik, metabolisch-biochemische Prozesse, biophysikalische Abläufe, Vorgänge im Immunsystem, psycho-mentale Prozesse sowie unzählige zelluläre Dynamiken. Balance ist der Schlüssel für die Analyse.
Das hier vorgestellte Konzept vereinfacht und erweitert zugleich das diagnostische und therapeutische Vorgehen. Es vereinfacht die Analyse von Bewegungen und eröffnet ein Verständnis und Erleben der eigenen Handlungen mit der Möglichkeit einer tiefgreifenden Kalibrierung auf ein „Normal-Null“, sodass in komplexen Abläufen ungewollte Bewegungen entdeckt und beseitigt werden können.
Das Ganze ist so bestürzend einfach und leicht verständlich, dass es verwundert, wieso es zuvor überhaupt Schwierigkeiten gab. Allerdings erscheint der Kern der Korrektur, das Weglassen der Fehler, das „Nichtstun“ als die höchste vorstellbare Herausforderung. Die Schwierigkeiten sind in den „eingefleischten“ schlechten Angewohnheiten begründet, in seltsam festen Überzeugungen und Weltbildern sowie erlebten Verletzungen. Die neue Sichtweise des Balance-Konzeptes rührt an diesen unseren Mustern, bringt eine Eigenverantwortung als Potenzial ins Spiel und fragt nach Veränderungen, die manchmal anfänglich Angst hervorrufen können. Aber da die Patienten das Konzept einleuchtend, notwendig und angenehm erleben, es durch ihre eigene Wahrnehmung bestätigt finden, können Patienten auf den zu erwartenden prozessualen Fortschritt vertrauen lernen und so bessere Erfolge erzielen.

Dozent:Dr. med. Kilian Dräger D.O.
Ort:Münster
Veranstalter:DAOM e. V.
Anmeldung:https://www.daom.de

Palpieren und Palieren

04.02.2023 bis 04.02.2023

Dieser Kurs richtet sich an Osteopathie-Studierende genauso wie an praktizierende Behandlerinnen und Behandler!
Osteopathische Medizin ist in den letzten vier Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Gesundheitsfürsorge in Deutschland geworden. Damit wurden und werden Stimmen laut, die eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem Anspruch der Osteopathischen Medizin und der Wirklichkeit sehen. In der Fachzeitschrift Osteopathische Medizin, Heft 3/2022, hat unser Dozent seine Gedanken bezüglich der Frage: „Osteopathische Medizin – Wo bleibt der Beweis?“ vorgestellt.
Die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema ist notwendig, nicht nur um in Diskussionen mit Kritikern zu bestehen, sondern auch, um unser Fach, die Osteopathische Medizin, selbstkritisch weiterzuentwickeln. Maßgebliche Fortschritte auf den Gebieten der Kognitionsforschung, der Placebo-/Nocebo-Forschung und der Statistik dürfen nicht ignoriert werden, wenn wir uns erlauben wollen – und müssen – unseren Gedanken freien Lauf zu lassen und auch scheinbar Unmögliches zu denken. In diesem Kurs werden wir unsere Erfahrungen mit wissenschaftlichen Standards und mit uns selbst abgleichen, und wir werden Spaß haben – traut Euch!

Dozent:Robert Schleusener, Osteopath (BAO), Diploma Osteopathic Medicine (EROP)
Ort:Münster
Veranstalter:DAOM e. V.
Anmeldung:http://www.daom.de

Osteopathie und ihre Bedeutung in der funktionellen Kinder-Kieferorthopädie

23.02.2023 bis 25.02.2023

Die Gesichts- und Mundraumentwicklung ist von Faktoren wie dynamische Wachstumprozesse, korrekte Zungenlage, Nasenatmung usw. abhängig. Wichtige Rollen bei der Entstehung und weiteren Entwicklung einer Dysgnathie spielen: genetische Disposition, orofaziale Dyskinesien, Dysfunktionen der Schädelbasis, psychovegetative Blockaden, posturologische Dekompensation, myofunktionelles orofaziales Ungleichgewicht. Hier gibt es für die Osteopathie ein wertvolles Arbeitsgebiet mit sehr guten Indikationen für die Behandlung.
Was kann Osteopathie für die Behandlung von Okklusionsfehlern bei Kindern im Zahnwechsel bedeuten? Welche Rolle spielen z. B. Mundatmung und schluckmotorische Störungen in der Entwicklung einer Okklusionsabweichung oder rezidivierende entzündliche Prozesse im Nasenrachenraum (Hypertrophie, adenoide Vegetationen)? Dieser Kurs ermöglicht es, die Okklusionsfehlerklassen zu diagnostizieren, Ursachen einzuschätzen und eine Behandlungsstrategie zu planen, die Auslöser des kieferorthopädischen Problems zu korrigieren und die orthodontische Korrektur zu erhalten. Das Ziel ist es, verlorene, nicht angelegte oder ungeordnete Funktionen zu aktivieren und zu ordnen.

Dozent:Philip van Caille D.O., B.Sc.
Ort:Münster
Veranstalter:DAOM e. V.
Anmeldung:http://www.daom.de